Donnerstag, 25. September 2014

Uropa war ein Mitläufer

Gestern ging das Archivportal-D unter https://www.archivportal-d.de online, und beim stöbern und suchen fand ich meinen Urgroßvater Edmund Gaßner im Bestand „Staatskommissariat für die politische Säuberung“. und das sogar mit Digitalisaten:

https://www.archivportal-d.de/item/62SYTB6HJPZA3E7JXAZFBMJOSQHANA3D?rows=20&query=gassner+weingarten&offset=0&viewType=list&hitNumber=1

Das Geburtsdatum ist hier nicht ganz richtig.

Die Unterlagen wurden vom Landesarchiv Baden-Württemberg online gestellt, ich hätte sie also auch darüber finden können, oder auch über die Deutsche Digitale Bibliothek, wenn ich dort gesucht hätte ;-)

Jedenfalls ist das doch ein schöner Treffer.

Sonntag, 1. Juni 2014

Joseph Molitor und Franziska Sauer aus Winnweiler

Meine Lieblingsauswanderer sind Joseph Molitor und Franziska Sauer aus Winnweiler. Joseph Molitor ist mein Ur-Urgroßonkel. Er wurde am 12. Mai 1832 in Winnweiler als Sohn von Cornelius Molitor und dessen Ehefrau Margaretha Katharina Schasset geboren. Franziska Sauer wurde am 17. März 1841 geboren, wo ist noch nicht klar.
1861 heiratete man noch in Winnweiler und hier wurden auch die ersten Kinder geboren. Wie sein Vater war Joseph Molitor von Beruf Zimmermann.

1865 ging es dann nach Amerika. Am 1. April 1865 begann die Überfahrt im Zwischendeck des Dampfschiffs Germania. Am 17. April 1865 kam man in Castle Garden an. New York City war in Trauer wegen des tödlichen Attentats auf Präsident Abraham Lincoln.
Kate Warner Krumrey schreibt in ihrem Buch "Saga of Sawlog", das die Familie in Ellis Island ankam, und das eines der jungen Kinder noch auf der Insel starb. Leider wird der Vorname des Kindes nicht genannt, ich denke aber, es handelt sich dabei um den am 3. Juli 1864 in Winnweiler geborenen Nikolaus.

Die Auswanderer gehen zunächst nach Joilet, Will County, Illinois wo Verwandtschaft von Joseph lebte. Hier wäre noch zu erforschen, welche Verwandtschaft gemeint ist. Hier in Joilet werden auch einige Kinder geboren.

1876 kam die Familie dann nach Spearvill, Ford County, Kansas. 1878 wurde das erste Haus von einem Präriefeuer vollständig zerstört. 1884 sterben bei einer Diphtherieepidemie die achtjährige Caroline und die zweijährige Francis. Der Junge Phil Molitor war in Dodge City, er schlief dort in einem Bett, das zuvor von einem Diphtherieopfer genutzt wurde. So brachte er die tödliche Krankheit mit nach Hause, wo seine Schwestern innerhalb einer Woche starben.

Übers Internet lassen sich Nachfahren bis heute sehr schön nachvollziehen. Zaghafte Versuche zur Kontaktaufnahme blieben bisher erfolglos.

Samstag, 4. Januar 2014

Maria Schröder heiratet 1934 in Harrisburg, Dauphin County

Eigentlich hab ich heute nur etwas lustlos in familysearch.org rumgeklickt, aber dann habe ich doch was interessantes gefunden:

Maria Schröder ist ist die Tochter von Carl Schröder aus Winnweiler und seiner Ehefrau Elisabeth Lesmeister aus Landau. Legacy, mein Ahnenforschungsprogramm, sagt, sie ist meine Großkusine 2 Generationen entfernt. Maria Schröder wurde etwa 1905 geboren, vielleicht in Winnweiler?

Sie heiratet jedenfalls am 15. Dezember 1934 in Harrisburg, Dauphin County, Pennsylvania den Bartender Josef Hoer. Im Census 1940 lebt die Familie dann in 92 Fairfield Avenue, West Caldwell, Essex County, New Jersey und es gibt eine dreijährige Tochter Meriam.

Mehr habe ich noch nicht gefunden, aber es bleibt spannend ;-)

Sonntag, 10. Februar 2013

Pfarrer/Pastor in Winnweiler?

Ich habe da zwei Fotos bei ebay gekauft. Ich schätze beide Bilder zeigen die gleiche Person, einen Pfarrer/Pastor aus Winnweiler oder Umgebung. Ich würde sagen, die Fotos sind aus den 1930/40er Jahren. Der Fotograf war Heinrich Börtzel in Winnweiler. Kennt zufällig jemand den Pfarrer auf den Bilder? 









Sonntag, 3. Februar 2013

Besoffen zur Ratssitzung


Freitag, den 23. September 1729
...
Jakob Tilmans erscheint gantz voll besoffen zur Ratssitzung. Er benimmt sich dem Rat gegenüber gar unnütz und unhöflich. Ihm wird vorgeworfen, am Herrentisch 7 Bäume für Konrad Rüsseler aus Walporzheim geschlagen zu haben. Der Beklagte wird zu 2 rtlr Geldstrafe verurteilt.

Quelle: Hans-Georg Klein,  Quellen zur Geschichte der Stadt Ahrweiler, Band V, Die Ratsprotokolle der Stadt Ahrweiler von 1703-1747(herausgegeben vom Heimatverein "Alt-Ahrweiler", Bad Neuenahr-Ahrweiler 2010, ISBN 978-3-930376-74-2), Seite 153

Jakob Tillmann ist mein 6-facher Urgroßvater


Mittwoch, 21. November 2012

Beim Sonnenbad kam die Granate

Das mein Urgroßvater Josef Küls, geboren am 15.03.1877 in Bachem/Ahrweiler am 28.04.1916 während des 1. Weltkrieges starb, ist ja nicht neu. Sein Grab auf dem Soldatenfriedhof in Fey, etwas südlich von Metz habe ich ja schon mehrmals besucht. Auch das er im Landwehr-Infanterie-Regiment 68 war, weiß ich seit einiger Zeit. Aber jetzt hatte ich Gelegenheit in die Regimentsgeschichte zu schauen. Und da heißt es:
Am 28.4.(1916) setzte unvermutet eine Beschießung von Eply 5:30 Uhr abends ein. Dort saßen Leute vor dem Unterstand und sonnten sich. Eine Granate schlug ein und erfaßte sie. Gefreiter Hüls tot, 4 andere schwer verwundet, von denen einer bald starb, alle von einem Arbeitskommando von 12./68. Zwei davon hatten je 4 Kinder. Die Verletzungen waren beinahe immer, wie auch in diesem Falle, schwer und führten, wenn nicht zum Tode, zu Amputationen der Gliedmaßen und dergleichen.
Das hier der Gefreite Hüls genannt wird, halte ich mal großzügig für einen Schreibfehler. Ich bin sicher, hier ist Josef Küls gemeint, mein Urgroßvater. Eply ist ein Dorf südlich von Metz mit heute etwa 300 Einwohnern. Es liegt rund 20 Kilometer südlich des Soldatenfriedhofs Fey, wo Josef Küls beerdigt wurde.

Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 68
Soldatenfriedhof Fey, Frankreich

Sonntag, 11. November 2012

Bücher und Weihnachten

Es ist ja noch ein bisschen hin bis Weihnachten, aber ich stöbere gerade in einigen Büchern die ich in den letzten Tagen bei Ebay gekauft habe. In einem dicken Buch über historische Uniformen finde ich eine Widmung von Weihnachten 1996: "Lieber Papa, auch wenn Du schon so viele Bücher hast, hoffen wir trotzdem, daß Du noch ein Plätzchen für dieses findest und Du es in ruhigen Momenten gerne hervorholst." Antje, Jürgen, Tamara und Benni unterschreiben. Das gefällt mir so gut, ich überlege, ob ich mir das Buch nicht zu Weihnachten schenken lassen soll...