Sonntag, 12. April 2015

meine zweite Woche mit Archion

Über erste Erfahrungen mit archion.de hab ich ja schon berichtet, es wird Zeit für eine kleine Ergänzung.

In Söllingen fand ich Nachfahren des Johann Michael Gaßner (*1774 Pforzheim +1842 Söllingen). Auch das war nicht alles neu, aber auch hier habe ich dann erstmals zahlreiche Originaleinträge gesehen.

Vom Support bekam ich eine Antwort auf meine Meldung. Es ging um das KB Nürnberg-St. Peter, Trauungen 1866-1882, das man nicht genügend vergrößern kann. Die Antwort: Wenn das Bild weiter vergrößert werden würde, würde es pixelig. Ja gut, das weiß ich aber selber, dafür brauche ich keinen Support. Irgendwie hatte ich die Hoffnung, es käme sowas wie: "Ja, wir digitalisieren das Buch nochmal neu, alles wird gut." Das Archion für die Antwort 11 Tage brauchte, zeigt vermutlich, das man dort zu tun hat.

Übrigens treffen sich im Forum die Leute, die ungeduldig auf das Kirchenbuch von $kaff warten. Offenbar hat da der ein oder andere schon bezahlt, obwohl $kaff noch gar nicht dabei war. Das kann und sollte man natürlich vorher überprüfen. Nicht jeder hat soviel Glück wie ich und findet etwas ohne vorher die Orte zu überprüfen. Kleiner Hinweis: geht man über die Browse-Funktion sind die Digitalisate grün hinterlegt. Ist der Ort oder das Kirchenbuch weiß, gibt es nichts zu sehen.

Im Forum hatte ich dann auch einmal um Lesehilfe gebeten, die Hilfe einer Userin war sehr schnell und kompetent. Und einen Verbesserungvorschlag hatte ich auch eingereicht, hier bekam ich schnelle und positive Antwort vom Support. Etwas umständlich ist allerdings, das es im Forum keine Mails gibt, falls eine Antwort reinkommt. Vielleicht kommt sowas ja noch.

So, dann hab ich noch rund zwei Wochen, es bleibt also spannend!

Samstag, 4. April 2015

Eine Woche bei Archion.de

Vor einer Woche habe ich mir mal einen Monatspass für www.archion.de zugelegt. Ich war gespannt, was sich so findet und wie sich das schöne neue Portal so anfühlt. Da ich in allen möglichen Ecken Vorfahren suche, hab ich vorher gar nicht so genau geschaut, ob “meine“ Kirchenbücher nun schon dabei sind. Ich wollte es einfach mal drauf ankommen lassen. Der Monatspass kostet 19 Euro, und selbst wenn ich nichts gefunden hätte, wäre es mir die Erfahrung wert gewesen.

Tatsächlich bin ich in dann in Kirchheimbolanden fündig geworden. Da habe ich etliche Vorfahren, die Infos dazu stammen aus Ariernachweisen und aus Ortsfamilienbüchern, und da ist es natürlich schön diese Informationen nun durch Originaleinträge bestätigt zu finden. Nach wenigen Stunden hatte ich schon rund 30 Tauf-, Hochzeits- und Sterbeeinträge zusammengetragen. Die Einträge müssen nun noch entziffert und gelesen werden. Bisher hab ich dabei keine neuen Vorfahren entdecken können, aber wie gesagt, die Bestätigungen zu bisherigen Daten finde ich doch prima.

Die Registrierung ist einfach und unkompliziert und man kann mit Paypal bezahlen. Archion.de schickte mir nach der Registrierung eine Mail mit einer neunseitigen AGB, das schreckt ja zunächst einmal ab. Letztlich ist die Mail mehr oder weniger ungelesen ins Mailarchiv gewandert. Ich habe mir zahlreiche Kirchenbücher angeschaut, die Digitalisate waren gut lesbar und auch ordentlich zu vergrößern. Lediglich ein Kirchenbuch konnte ich auch bei maximaler Vergrößerung nicht vernünftig lesen, hier habe ich dann gleich entsprechendes Feedback an die Betreiber gegeben. Einige Digitalisate sind mit Wasserzeichen versehen, mich haben sie nicht gestört.
Anfangs war das Ganze erschreckend langsam. Nicht immer funktionierte der Zugriff, manchmal dauerte es eine Ewigkeit bis die Seite aufgebaut war und manchmal erschien auch eine Fehlermeldung. Das ging dann schon bis zur Unbrauchbarkeit. Offenbar wurde nachgebessert, denn seit ein paar Tagen geht es richtig flott.

Betrachtet man das Ganze finanziell kann ich mich nicht beschweren. Archivbesuche wären sicher deutlich teurer und aufwändiger geworden, und hier kann ich bequem von heimischen Schreibtisch aus recherchieren.

Nun bin ich gespannt, was ich noch finde, drei Wochen Zeit habe ich ja noch. Im Moment schaue ich in Pforzheim, einen Treffer habe ich hier auch schon. Und auch in Nürnberg muss ich mal genauer schauen. Wenn der Monat dann vorbei ist, kann ich immer noch entscheiden, ob ich einen weiteren Monatspass buche, oder zunächst mal eine Pause mache. Insgesamt kann ich aber schon mal sagen: archion.de ist auf einem guten Weg, und ich freue mich schon auf weitere Digitalisate.

Freitag, 13. Februar 2015

wegen Kleekrautens ins Häußgen?

vor ein paar Tagen kam neuer Lesestoff: Die "Quellen 7", oder genauer: "Hans-Georg Klein: Quellen zur Geschichte der Stadt Ahrweiler, Band 7, Die Ratsprotokolle der Stadt Ahrweiler von 1776-1795, Bad Neuenahr-Ahrweiler 2014, ISBN 978-3-930376-90-2".

da heißt es am Samstag, den 6. Juli 1793: Der Rat bestraft David Hilberaths Tochter wegen Kleekrautens zu 1/2 rtlr. Wenn sie nicht zahlen kann, wird sie ins Häußgen gesetzt.

So, da haben wir also mal wieder etwas "Fleisch an den Knochen" ;-)

David Hilberath ist einer meiner Vorfahren. Er hatte vier Töchter und eigentlich kommt von denen nur Anna Gertrud Hilberath als Übeltäterin in Frage. Auch sie ist meine Vorfahrin. Anna Gertrud wurde 1780 geboren, sie war also zur Zeit des Kleekrautens 13 Jahre alt. Ob sie letztlich bezahlt hat, oder ob sie ins Häußgen musste, kann man dem Buch leider nicht entnehmen.
Jedenfalls musste der Vater ein halbes Jahr später eine Strafe von 20 alb für das "Holen einer Karre Beiwachs" zahlen.

Nun wäre noch zu klären, was mit Kleekrauten gemeint ist. Vielleicht ist es einfach das pflücken von Klee?

Donnerstag, 25. September 2014

Uropa war ein Mitläufer

Gestern ging das Archivportal-D unter https://www.archivportal-d.de online, und beim stöbern und suchen fand ich meinen Urgroßvater Edmund Gaßner im Bestand „Staatskommissariat für die politische Säuberung“. und das sogar mit Digitalisaten:

https://www.archivportal-d.de/item/62SYTB6HJPZA3E7JXAZFBMJOSQHANA3D?rows=20&query=gassner+weingarten&offset=0&viewType=list&hitNumber=1

Das Geburtsdatum ist hier nicht ganz richtig.

Die Unterlagen wurden vom Landesarchiv Baden-Württemberg online gestellt, ich hätte sie also auch darüber finden können, oder auch über die Deutsche Digitale Bibliothek, wenn ich dort gesucht hätte ;-)

Jedenfalls ist das doch ein schöner Treffer.

Sonntag, 1. Juni 2014

Joseph Molitor und Franziska Sauer aus Winnweiler

Meine Lieblingsauswanderer sind Joseph Molitor und Franziska Sauer aus Winnweiler. Joseph Molitor ist mein Ur-Urgroßonkel. Er wurde am 12. Mai 1832 in Winnweiler als Sohn von Cornelius Molitor und dessen Ehefrau Margaretha Katharina Schasset geboren. Franziska Sauer wurde am 17. März 1841 geboren, wo ist noch nicht klar.
1861 heiratete man noch in Winnweiler und hier wurden auch die ersten Kinder geboren. Wie sein Vater war Joseph Molitor von Beruf Zimmermann.

1865 ging es dann nach Amerika. Am 1. April 1865 begann die Überfahrt im Zwischendeck des Dampfschiffs Germania. Am 17. April 1865 kam man in Castle Garden an. New York City war in Trauer wegen des tödlichen Attentats auf Präsident Abraham Lincoln.
Kate Warner Krumrey schreibt in ihrem Buch "Saga of Sawlog", das die Familie in Ellis Island ankam, und das eines der jungen Kinder noch auf der Insel starb. Leider wird der Vorname des Kindes nicht genannt, ich denke aber, es handelt sich dabei um den am 3. Juli 1864 in Winnweiler geborenen Nikolaus.

Die Auswanderer gehen zunächst nach Joilet, Will County, Illinois wo Verwandtschaft von Joseph lebte. Hier wäre noch zu erforschen, welche Verwandtschaft gemeint ist. Hier in Joilet werden auch einige Kinder geboren.

1876 kam die Familie dann nach Spearvill, Ford County, Kansas. 1878 wurde das erste Haus von einem Präriefeuer vollständig zerstört. 1884 sterben bei einer Diphtherieepidemie die achtjährige Caroline und die zweijährige Francis. Der Junge Phil Molitor war in Dodge City, er schlief dort in einem Bett, das zuvor von einem Diphtherieopfer genutzt wurde. So brachte er die tödliche Krankheit mit nach Hause, wo seine Schwestern innerhalb einer Woche starben.

Übers Internet lassen sich Nachfahren bis heute sehr schön nachvollziehen. Zaghafte Versuche zur Kontaktaufnahme blieben bisher erfolglos.

Samstag, 4. Januar 2014

Maria Schröder heiratet 1934 in Harrisburg, Dauphin County

Eigentlich hab ich heute nur etwas lustlos in familysearch.org rumgeklickt, aber dann habe ich doch was interessantes gefunden:

Maria Schröder ist ist die Tochter von Carl Schröder aus Winnweiler und seiner Ehefrau Elisabeth Lesmeister aus Landau. Legacy, mein Ahnenforschungsprogramm, sagt, sie ist meine Großkusine 2 Generationen entfernt. Maria Schröder wurde etwa 1905 geboren, vielleicht in Winnweiler?

Sie heiratet jedenfalls am 15. Dezember 1934 in Harrisburg, Dauphin County, Pennsylvania den Bartender Josef Hoer. Im Census 1940 lebt die Familie dann in 92 Fairfield Avenue, West Caldwell, Essex County, New Jersey und es gibt eine dreijährige Tochter Meriam.

Mehr habe ich noch nicht gefunden, aber es bleibt spannend ;-)

Sonntag, 10. Februar 2013

Pfarrer/Pastor in Winnweiler?

Ich habe da zwei Fotos bei ebay gekauft. Ich schätze beide Bilder zeigen die gleiche Person, einen Pfarrer/Pastor aus Winnweiler oder Umgebung. Ich würde sagen, die Fotos sind aus den 1930/40er Jahren. Der Fotograf war Heinrich Börtzel in Winnweiler. Kennt zufällig jemand den Pfarrer auf den Bilder?