Mittwoch, 21. November 2012

Beim Sonnenbad kam die Granate

Das mein Urgroßvater Josef Küls, geboren am 15.03.1877 in Bachem/Ahrweiler am 28.04.1916 während des 1. Weltkrieges starb, ist ja nicht neu. Sein Grab auf dem Soldatenfriedhof in Fey, etwas südlich von Metz habe ich ja schon mehrmals besucht. Auch das er im Landwehr-Infanterie-Regiment 68 war, weiß ich seit einiger Zeit. Aber jetzt hatte ich Gelegenheit in die Regimentsgeschichte zu schauen. Und da heißt es:
Am 28.4.(1916) setzte unvermutet eine Beschießung von Eply 5:30 Uhr abends ein. Dort saßen Leute vor dem Unterstand und sonnten sich. Eine Granate schlug ein und erfaßte sie. Gefreiter Hüls tot, 4 andere schwer verwundet, von denen einer bald starb, alle von einem Arbeitskommando von 12./68. Zwei davon hatten je 4 Kinder. Die Verletzungen waren beinahe immer, wie auch in diesem Falle, schwer und führten, wenn nicht zum Tode, zu Amputationen der Gliedmaßen und dergleichen.
Das hier der Gefreite Hüls genannt wird, halte ich mal großzügig für einen Schreibfehler. Ich bin sicher, hier ist Josef Küls gemeint, mein Urgroßvater. Eply ist ein Dorf südlich von Metz mit heute etwa 300 Einwohnern. Es liegt rund 20 Kilometer südlich des Soldatenfriedhofs Fey, wo Josef Küls beerdigt wurde.

Landwehr-Infanterie-Regiment Nr. 68
Soldatenfriedhof Fey, Frankreich

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